Synbalance

Die Synbalance®-Methode

Ein körperorientierter Ansatz für seelische Belastungen – auch dann, wenn über das Erlebte nicht gesprochen werden kann oder soll.

Mögliche Hintergründe seelischer Belastungen

Seelische Probleme können unterschiedliche Ursachen haben. Manchmal stehen sie mit belastenden oder traumatischen Erfahrungen in Verbindung. Solche Erfahrungen können in der Kindheit, Jugend oder im Erwachsenenalter auftreten. Nicht immer können oder möchten Betroffene über das Erlebte sprechen.

Auch sehr frühe Lebensphasen können für die emotionale Entwicklung eines Menschen von Bedeutung sein. Forschungen aus der pränatalen und perinatalen Psychologie beschäftigen sich mit der Frage, inwieweit Belastungen während der Schwangerschaft, rund um die Geburt und in den ersten Lebensmonaten spätere Gefühle, Verhaltensweisen und Beziehungsmuster beeinflussen können.

Erfahrungen aus dieser frühen Zeit sind einer bewussten Erinnerung und sprachlichen Verarbeitung meist nicht zugänglich. Ein Säugling oder Kleinkind kann nicht beschreiben, was es erlebt oder empfunden hat. Dennoch können sich Belastungen nach Auffassung des Synbalance®-Ansatzes in körperlichen Reaktionen, Ängsten, Verhaltensauffälligkeiten oder negativen inneren Überzeugungen ausdrücken.

Auch ältere Kinder, Jugendliche und Erwachsene können Erfahrungen gemacht haben, über die sie nicht sprechen können, nicht sprechen möchten oder an die sie sich nicht bewusst erinnern. Genau hier setzt Synbalance® an.

Der Synbalance®-Ansatz

Synbalance® ist keine Gesprächstherapie. Die Methode setzt nicht voraus, dass die betroffene Person ein belastendes Erlebnis kennt, ausführlich beschreibt oder gedanklich erneut durchlebt.

Stattdessen orientiert sich die Behandlung an den unbewussten Reaktionen des Körpers. Dabei wird davon ausgegangen, dass körperliche Signale Hinweise auf emotionale Belastungen geben können. Ziel ist es, solche Belastungen zu erkennen und das emotionale Erleben positiv zu beeinflussen.

Die Methode bezieht dabei insbesondere das limbische System ein. Dieser Bereich des Gehirns ist unter anderem an der Verarbeitung von Gefühlen, Erinnerungen und körperlichen Stressreaktionen beteiligt.

Da keine ausführliche sprachliche Verständigung erforderlich ist, kann Synbalance® auch bei Kindern und bei Menschen angewendet werden, denen es schwerfällt, über ihre Belastungen zu sprechen.

Wie eine Behandlung abläuft

Zu Beginn wird gemeinsam geklärt, welche Beschwerden, Verhaltensweisen oder emotionalen Belastungen im Vordergrund stehen. Die betroffene Person muss die mögliche Ursache ihres Problems dabei nicht kennen.

Während der Behandlung werden körperliche Reaktionen beobachtet und als Orientierung genutzt. Auf dieser Grundlage versucht die Therapeutin, belastende emotionale Muster zu erkennen und gezielt zu beeinflussen.

Die Behandlung soll möglichst behutsam erfolgen. Belastende Situationen müssen weder ausführlich erzählt noch erneut durchlebt werden.

Wie viele Behandlungen sinnvoll sind, hängt von der individuellen Situation ab. Manche Patientinnen und Patienten berichten bereits nach einer ersten Behandlung von Veränderungen. Bei anderen entwickelt sich die Wirkung schrittweise über einen längeren Zeitraum. Ein bestimmter Behandlungserfolg kann nicht zugesichert werden.

Für wen kann Synbalance® geeignet sein?

Synbalance® richtet sich an Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit seelischen Belastungen, Verhaltensauffälligkeiten oder Problemen, deren Ursachen nicht eindeutig bekannt oder sprachlich schwer zugänglich sind.

Die Methode kann insbesondere dann in Betracht gezogen werden, wenn Betroffene über ein belastendes Erlebnis nicht sprechen können oder möchten. Sie ersetzt jedoch keine notwendige ärztliche, psychiatrische oder psychotherapeutische Untersuchung und Behandlung.

Erfahrungen aus der Praxis

In der langjährigen Praxis wurden Kinder und Erwachsene mit sehr unterschiedlichen Belastungen begleitet. Einige dieser Erfahrungen sind in anonymisierter Form in den Fallbeispielen dargestellt.

Die Fallgeschichten zeigen individuelle Behandlungsverläufe. Sie dienen der Veranschaulichung der Methode und sind nicht auf andere Menschen übertragbar.

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