Synbalance

Anwendungsbereiche

Seelische Belastungen können sich auf sehr unterschiedliche Weise zeigen.

Manche Menschen leiden unter Ängsten, innerer Unruhe, Antriebslosigkeit oder wiederkehrenden emotionalen Reaktionen. Bei anderen treten auffällige Verhaltensweisen, Konzentrationsprobleme, Lernschwierigkeiten oder körperliche Anspannungen in den Vordergrund.

Bei Säuglingen und kleinen Kindern können beispielsweise anhaltendes Schreien, Schlafprobleme oder eine auffällige Distanz gegenüber einer Bezugsperson Anlass zur Sorge geben. Später können Ängste, Tics, Schwierigkeiten mit Aufmerksamkeit und Konzentration oder Probleme beim Lesen, Schreiben und Rechnen hinzukommen.

Solche Auffälligkeiten können viele unterschiedliche Ursachen haben. Synbalance® betrachtet sie insbesondere unter dem Gesichtspunkt möglicher emotionaler Belastungen, die den Betroffenen nicht bewusst oder sprachlich nicht zugänglich sind.

Eschru – Aquarell und Kohle auf Papier von Maximilian Schiesl
Eschru, Aquarell und Kohle auf Papier, Maximilian Schiesl, Leipzig, Juni 2017

Synbalance® bei Kindern

Synbalance® wird vor allem bei Kindern eingesetzt, da die Methode keine ausführliche sprachliche Auseinandersetzung mit möglichen belastenden Erlebnissen voraussetzt.

Eltern suchen Unterstützung beispielsweise bei:

  • häufigem oder anhaltendem Schreien
  • Schlafproblemen und starker Unruhe
  • auffälliger Ablehnung oder Distanz gegenüber einer Bezugsperson
  • Ängsten und starker Unsicherheit
  • Tics oder wiederkehrenden auffälligen Verhaltensweisen
  • Konzentrations- und Aufmerksamkeitsproblemen
  • Lernschwierigkeiten
  • Schwierigkeiten beim Lesen, Schreiben oder Rechnen
  • Antriebslosigkeit oder Mutlosigkeit
  • Verhaltensauffälligkeiten, für die keine eindeutige Erklärung gefunden wurde

Gerade bei jüngeren Kindern ist es häufig nicht möglich, mögliche Belastungen sprachlich zu beschreiben. Synbalance® setzt daher nicht voraus, dass ein Kind die Ursache seines Verhaltens kennt oder darüber sprechen kann.

Synbalance® bei Jugendlichen und Erwachsenen

Auch Jugendliche und Erwachsene können unter Erfahrungen und emotionalen Belastungen leiden, über die sie nicht sprechen können oder möchten. Manchmal sind die möglichen Hintergründe nicht bewusst erinnerbar.

Synbalance® kann unter anderem bei folgenden Anliegen in Betracht gezogen werden:

  • bewussten oder unbewussten Ängsten
  • innerer Unruhe und wiederkehrender Anspannung
  • Angst vor Entscheidungen
  • Schwierigkeiten mit emotionaler Nähe
  • Antriebslosigkeit oder Mutlosigkeit
  • belastenden Erinnerungen
  • wiederkehrenden emotionalen Reaktionen
  • Verhaltensmustern, deren Ursache nicht eindeutig erkennbar ist
  • Problemen, die sich einer sprachlichen Verarbeitung nur schwer erschließen

Die Methode ist keine Gesprächstherapie. Belastende Situationen müssen weder ausführlich geschildert noch gedanklich erneut durchlebt werden.

Körperliche Beschwerden

Seelische Belastungen können mit körperlichen Anspannungen und Beschwerden einhergehen. In der Praxis wurde Synbalance® daher auch bei Menschen angewendet, die neben emotionalen Belastungen beispielsweise Verspannungen oder Beschwerden des Bewegungsapparates angaben.

Körperliche Beschwerden können jedoch viele unterschiedliche Ursachen haben. Sie sollten daher ärztlich oder fachärztlich untersucht werden. Synbalance® behandelt keine orthopädischen, neurologischen oder augenmedizinischen Erkrankungen und ersetzt keine notwendige medizinische Behandlung.

Individuelle Begleitung

Ob Synbalance® für ein bestimmtes Anliegen geeignet ist, hängt von der individuellen Situation ab und wird in einem persönlichen Gespräch geklärt.

Die genannten Anwendungsbereiche beruhen auf Erfahrungen aus der therapeutischen Praxis. Sie stellen weder eine abschließende Aufzählung noch eine Garantie für einen bestimmten Behandlungserfolg dar.

Bei schweren, anhaltenden oder akuten Beschwerden sollte immer eine ärztliche, kinder- und jugendpsychiatrische, psychiatrische oder psychotherapeutische Abklärung erfolgen. Synbalance® kann eine notwendige medizinische oder psychotherapeutische Behandlung nicht ersetzen.